Europawahlen 2019

Wir alle erleben ein widerspüchliches, anspruchvolles aber überwiegend friedvolles Europa. Das war leider nicht immer so. Man muss kein Historiker sein, um die wechselvolle Geschichte Europas in seinen Grenzen nachzuvollziehen.

Wie aber viele Grenzen sich öffneten, dank des Schengenen Abkommens, so haben sich auch sukzessiv nationale Ressantiments abgebaut.

Das alles, besonders der herrschende Frieden, sollte uns wert sein, auf diesem Weg weiter zu gehen. Auch wenn alles noch nicht alles so perfekt ist.

Wir werden deshalb nicht den Populisten wie Strache oder Salvini das Feld überlassen.

Die SPD hat sich im Vorfeld der Wahlen zu sehr auf sozialpolitische Themen fokussiert. Das muss sich ändern. Die Nähe zu verbandspolitischen Organisationen zeigt ihre Auswirkungen. Die Kollegen in den Braunkohletagebauen zu unterstützen und gleichzeitig für den CO/2 Abbau zu streiten, erfordert einen intelligenten Spagat.

Mehr Farbe am Horizont

Die Menschen, welche sich von klima- und umweltbezogenen Themen stärker berührt fühlen, lassen sich nicht mit Halbheiten abspeisen. Das gilt verständlicher Weise vor allem für junge Menschen.

Da der Altersdurchschnitt der großen Parteien bedenkliche Werte aufzeigt, ist hier besonderer Handlungsbedarf angesagt.

Die notwendige Erneuerung der Parteien lässt leider immer noch auf sich warten. Das alles zeigt dann entsprechende Folgen.

Ob dies dann einen Wandel im Personaltableau nach sich zieht, sei dahingestellt. Wichtiger ist eine kluge und bedachte Neuausrichtung.

Eine angesagte Sozialpolitikerin an der Spitze der SPD birgt in diesem Zusammenhang allerdings Zweifel. Nun, unter Zeitdruck, Neuwahlen der Fraktion zu erzwingen erscheint grenzwertig. Andrea Nahles hat ihren Rücktritt angekündigt. Das ist konsequent und anerkennenswert.

Als nächster Schritt – Neuwahlen?

Die Grünen haben das Thema Klimaschutz sicherlich immer wieder gefordert. Das Zaudern von SPD, CDU, Linke und FDP hat ihnen bei den Europawahlen sicherlich geholfen.

Ins Netz gehen

Doch nun heißt es: „Butter bei die Fische.“ Ein Klimagipfel, der über den Eiern kreist und wenig konkretes ausbrütet, ist überflüssig. Die Grünen müssen ihrerseits erklären, durch welche Maßnahmen sie sich klimaschützende Effekte erhoffen.

An den Taten sollten wir sie messen, nicht nur an publikationsfreudigen Forderungen. In Schleswig-Holstein sind Grüne in der Regierung. Wo sind ihre klimaschonenden Entscheidungen und Ergebnisse? Das Argument, man wäre in einer Koalition, zieht nicht mehr. Denn man kann nicht die GroKo in Berlin verurteilen und auf Landesebene ebenso verharren.

Buchen am See

Exkurs:

Besser noch, wir fangen bei uns selbst an.
Holz:
– Statt abholzen – wachsen lassen
– Statt verbrennen – lieber mulchen oder verbauen

Kohlenstoffdioxyd in der Atmoshäre ist für den Treibhauseffekt verantwortlich. Um so länger und endgültiger wir es erreichen den Stoff zu binden, desto besser werden unsere irdischen Bedingungen. Allerdings birgt jeder verfaulende oder verbrannte Baum auch wieder die reale Gefahr, dass alle in ihm gebundenen Stoffe wieder frei gesetzt werden. Dieses Beispiel lässt sich auf viele Bereiche der Natur übertragen.

Rapsfeld

Wahlergebnisse Idstedt

Wahlbeteiligung: 52,4%

  • Grüne…… 28,7%
  • CDU……… 25,6%
  • SPD……….16,8%
  • FDP………..2,5%
  • Linke………3,9%
  • AfD………..8,3%
  • Sonst……..14,3%

Ergebnisse im Kreis Schleswig-Flensburg:

Grüne 30,4%, CDU 29,0%; SPD 16,2%; FDP 5,0%; Linke 3,3%; AfD 6,0%; Sonst.: 10,1%

Nach einer Kreismitgliederversammlung am 05.06. kristallisieren sich folgende Forderungen:

1. Rücktritt des gesamten Bundesvorstandes

2. Inhaltliche Neuausrichtung, mehr ökologische und klimabezogene
Themen statt überbetonter Sozialpolitik

3. Nach Prüfung der Koalitionsergebnisse Abstimmung über deren
Fortsetzung

4. Überarbeitung der m. E. überholten Gliederungen der Partei

5. Neue Formen symetrischer Wahlwerbung

6. Bei Bruch des Koalitionsabkommens unverzüglich Konsequenzen ziehen
(Glyphosateinsatz)
7. Parteivorsitz ( Doppelspitze) durch Urwahl bestimmen

8. Keine innparteiliche Auseinandersetzung über Rechts- und
Linksströmungen

Neue, junge, „unverbrauchte“ Gesichter mit entsprechenden klugen Köpfen sind gefragt gefordert!

Kevin – +?, jetzt seit ihr dran!

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