Demokratie mit Verfallsdatum?

Einige Idstedter*innen engagieren sich in den kommunalen Vertretungen, um das Geschehen ihres Wohnortes mit zu bestimmen. Andere treten bei den anstehenden Wahlen an, um den ordnungsgemäßen Ablauf zu gewährleisten. Wieder andere wirken bei Feuerwehr oder Vereinen mit. Dies ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, denn das Interesse an der aktiven Mitarbeit in den örtlichen Einrichtungen hat nachgelassen. Es kostet Zeit und Kraft. Zwei begrenzte Ressourcen heutzutage.

Wir haben alle durch das Grundgesetz geregelte Pflichten und Rechte. Das war aber lange Zeit nicht selbstverständlich. Vor 75 Jahren haben Frauen und Männer dieses erarbeitet und beschlossen.
Diese, für uns alle geschaffenen Rahmenbedingungen, haben aber nur eine Zukunft, wenn wir alle sie auch mit „Leben“ erfüllen. Das heißt dann auch, unsere Demokratie hat nur Bestand, wenn wir alle dabei mitwirken. Eine breite ehrenamtliche Mitarbeit in den örtlichen Organen stärkt unsere Demokratie. Den Angriffen auf Rettungskräften, Polizei und Kommunalpolitiker*innen können wir dadurch am besten Einhalt gebieten.

Freizügigkeit in Europa ist heutzutage auch noch nicht in allen Ländern selbstverständlich. So hat Dänemark leider wieder Grenzkontrollen eingeführt. Wir sollten deshalb durch eine aktive Teilnahme an den Europawahlen zeigen, dass wir nicht nur diese Freiheit stärken wollen. Auch wenn einigen von uns in Europa zu Recht noch vieles überzogen und einiges unvollkommen erscheint.
Wie dem deutschen Grundgesetzt so sollten wir auch den europäischen Prinzipien Kraft und Zukunft geben. Deshalb sind nicht nur unsere Stimmen zu Wahlanlässen erforderlich!